Konzertdetails

Daniel Johannsen

Vermächtnis
Johann Sebastian Bach hat die Aufführungen seiner eigenen Kantaten, Oratorien und Kirchenmusiken in den Leipziger Kirchen in der Regel selbst geleitet. Seine Messe in h-Moll bildet hier die klanggewaltigste Ausnahme – denn gerade sie hat er selbst wohl nie dargeboten und auch nie als Ganzes gehört. Erklärbar ist dies durch die Entstehungsgeschichte: 1733 starb August der Starke, und Bach übersandte seine daraufhin komponierte Missa (Kyrie und Gloria) an den Dresdner Hof, wofür ihm später der Titel eines Hof-Compositeurs verliehen wurde. Eine Aufführung in Dresden um diese Zeit ist jedoch nicht überliefert, und auch in Leipzig sind lediglich Aufführungen von Teilen verbürgt. Dessen ungeachtet ergänzte Bach im Laufe der Jahre weitere bis zur „Missa tota“ – einer vollständigen Messe. Die althergebrachte Textvorlage des Messordinariums, die in der Renaissance gängige Fünfstimmigkeit, die gregorianische Intonation als Thema im Credo – Bach vereint in diesem monumentalen Werk Elemente aus der Kirchenmusik etlicher Jahrhunderte. Die letzte Abschrift der h-Moll-Messe, angefertigt kurz vor seinem Tod, wurde Bachs musikalisches Vermächtnis, in dem er die ganze Vielfalt und religiöse Tiefe seiner Kunst zusammenfasst.

 

Am 21. März 2018 feiern der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann Bachs 333. Geburtstag bei einem Konzert in Stuttgart gemeinsam mit dem Orchester der Gaechinger Cantorey und geben am Tag darauf ihr Debüt im wiedereröffneten Kulturpalast in Dresden.


Johann Sebastian Bach 1685–1750
Messe in h-Moll BWV 232


Johanna Winkel Sopran
Anke Vondung Alt
Daniel Johannsen Tenor
Arttu Kataja Bass

Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Tobias Mäthger)
Gaechinger Cantorey Ensemble
Hans-Christoph Rademann Leitung


TERMIN
Do 22.03.2018 / 19:30 Uhr / Dresden / Kulturpalast


Tickets
Tickets und Infos unter www.dresdnerphilharmonie.de

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