Konzertdetails

Kernforscher

Cembalist? Dirigent? Musikwissenschaftler? Ludger Rémy passte in keine Schublade, und viel weniger noch passte Musik für ihn in irgendeine. Epochenbezeichnungen waren ebenso wenig von Bedeutung wie der Begriff der „Alten Musik“. Jedes Werk war etwas Besonderes. Unzählige Details gab es zu entdecken, Vorhalte auszukosten. Affekten galt es nachzuspüren. Das Unerhörte, Ungehörte wurde auskundschaftet. Dabei hat Rémy auch viele Komponisten bedacht, denen sonst kaum je Aufmerksamkeit geschenkt wurde. So entstanden Konzerte und CDs mit Musik von Stölzel, Froberger, Michael Haydn, C.P.E. Bach; ebenso fanden Telemann, Rolle und Heinichen Gehör. Und viele Aufnahmen der ersten Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung, nicht zuletzt die Kleinen Geistlichen Konzerte und große Teile der Symphoniae Sacrae, wurden von ihm mit gedacht und getragen. Mit dem Wissen der Zeitgenossen wie Mattheson, Quantz & Co. hatte er sich die theoretischen Grundlagen der Musikauffassung von damals zu Eigen gemacht. Mit seiner unstillbaren Neugier wiederum war er stets auf der Suche nach dem Wesen der Musik überhaupt – Musik in ihrer Wirkung im Jetzt und Hier: Das Empfinden. Der Berührungspunkt. Der Blick in die Seele.

 

Am 3. Februar 2019 wäre Ludger Rémy 70 Jahre alt geworden. An diesem Konzertabend stehen Werke und Komponisten auf dem Programm, die ihm besonders am Herzen lagen – interpretiert von Freunden, Kollegen, Weggefährten.


Werke von Heinrich Schütz, Gottfried Heinrich Stölzel U.v.m.

 

Solisten

Instrumentalisten
Dresdner Kammerchor
Hans-Christoph Rademann Leitung

 


TERMIN
So 03. FEB 2019 / 19.30 Uhr / Dresden / Hochschule für Musik / Konzertsaal

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