Konzertdetails

Wiedergeburt am Kreuz
Dass die Bach-Renaissance ausgerechnet mit einer Passion, sprich mit einer Geschichte vom Leiden und Sterben Christi, begonnen wurde, mutet eigentlich seltsam an. Auf den zweiten Blick jedoch ist es naheliegend, dass Felix Mendelssohn Bartholdy 1829 die Matthäus-Passion für die Wiederbelebung der Musik Johann Sebastian Bachs auswählte. Bachs ganze Kunst spricht aus der unmittelbaren Wucht der Emotionen in den Chören und Arien. Das Leid des Petrus nach der Verleugnung Jesu wird in der musikalischen Reflexion zum tiefen Schmerz des einzelnen Zuhörers, ebenso die Qualen des Erlösers während der Geißelung. Demgegenüber steht immer wieder das Tröstende, das Bachs Musik auf unerschöpfliche Weise innewohnt. Mendelssohn wusste bereits als 20-Jähriger um die Wirkung und die Intensität der Matthäus-Passion und war entschlossen, sie wieder einem Konzertpublikum zugänglich zu machen.

 

Mit der 1829 aufgeführten Fassung sind der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann in Wrocław zu Gast.

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Matthäus-Passion BWV 244
In der Fassung von Felix Mendelssohn Bartholdy (Leipzig 1841)

Johanna Winkel, Sopran
Ingeborg Danz, Alt
Nicholas Mulroy, Tenor (Evangelist)
Benjamin Hulett, Tenor
Andreas Wolf, Bass
Tobias Berndt, Bass (Jesus)

Dresdner Kammerchor
Barockorchester Wrocław
Hans-Christoph Rademann, Leitung


TERMIN
So 26.02.2017, 18 Uhr, Wrocław (Nationales Musikforum)

Zurück