Konzertdetails

Trauer und Trost
Die Musik von Heinrich Schütz ist eine Musik nah am Leben – gerade auch dann, wenn es um das Sterben geht. In vielfacher Weise war Schütz mitten im Leben vom Tod umgeben. Schon allein, weil er ein Zeitgenosse des Dreißigjährigen Krieges war. Aber vor allem auch, weil sich bis in das persönlichste Umfeld hinein Schicksalsschläge in sein Leben und sein Werk eingekerbt haben. Schlichtweg ergreifend ist das geistliche Lied »Mit dem Amphion zwar«, das Schütz – mit eigenem Text – auf den Tod seiner Frau schrieb. Würdevoll verneigte er sich mit »Das ist je gewisslich wahr« musikalisch vor dem Freund und Weggefährten Johann Hermann Schein. Und ein Einblick in die »Güldene SterbKunst« des Frühbarock schließlich gewähren die »Musikalischen Exequien«. Zum Ewigkeitssonntag versammelt das Programm Trauer- und Trost-musiken, in denen Schütz Worte und Gedanken auf unnachahmliche Weise in Musik übersetzt, Sinnräume subtil ausleuchtet und mittels Musik klare und ergreifende Botschaften aussendet.


Heinrich Schütz (1585–1672)
Musikalische Exequien SWV 279-281
weitere Motetten

Gerlinde Sämann, Ulrike Hofbauer, Sopran
David Erler, Altus
Jan Kobow, Tobias Mäthger, Tenor
Martin Schicketanz, Felix Schwandtke, Bass

Matthias Müller, Violone
Ludger Rémy, Orgel

Dresdner Kammerchor
Hans-Christoph Rademann, Leitung


TERMIN
24.11.2013, 18 Uhr, Hamburg (St. Katharinen)

Zurück